Top 10 Fehler beim Reselling

Heute stellen wir euch 10 Fehler vor, welche unserer Meinung nach von vielen Resellern unterschätzt werden. Gerade Neulinge in diesem Bereich denken oftmals nicht an diese Dinge und machen diese Fehler dann. Natürlich lernt man aus Fehlern, aber Fehler im Voraus reduzieren zu können ist unserer Meinung nach extrem wichtig.

 

1. Gebühren nicht kennen

Ein sehr häufiger Fehler, welcher gerade von Neulingen gemacht wird, ist es, die Gebühren der Verkaufsplattformen nicht zu kennen oder diese falsch zu kalkulieren.
Beispielsweise gibt es bei Ebay für jede Kategorie verschiedene Gebühren welche gestaffelt sind. Die Gebühren für die Kategorie in der man verkauft zu wissen ist sehr wichtig, da man somit seinen Verkaufspreis bestimmen kann, aber auch beim Einkaufen von seiner Ware besser kalkulieren kann.

Der einfachste Weg sich über die Gebühren seiner Verkaufsplattform zu informieren ist es, direkt auf der Webseite des Anbieters zu schauen oder andere Übersichten im Internet anzuschauen.

Die Gebühren sind ebenfalls ein ausschlaggebender Punkt für die Wahl der Hauptverkaufsplattform. Gerade am Anfang sollte man eine Plattform wählen, auf der die Gebühren nicht am Höchsten sind, damit man etwas Geld spart.

2. Zu hoher Einkaufspreis

Einen guten Einkaufspreis zu haben ist wahrscheinlich sogar die wichtigste Grundlage beim Thema Reselling. Durch einen guten Einkaufspreis erzielt man im Vergleich du den Konkurrenten in seiner Nische den meisten Gewinn und kann somit weiterhin in dem Bereich mitmischen.

Oftmals werden Einkaufspreise als niedrig genug angesehen, auch wenn der Gewinn nach Abzug aller Gebühren nicht mehr wirklich groß ist. Das Thema Gebühren und Kosten wird nämlich oftmals beim Einkaufen von Ware falsch oder gar nicht eingeplant.

Hierzu mal ein grobes Beispiel:

Kauft man nun beispielsweise einen Artikel für 5€ ein und verkauft diesen für 10€, so bleiben nicht 5€ Gewinn über.
Von dem Verkaufspreis von 10€ gehen zum Beispiel noch Gebühren in der Höhe von durchschnittlich 10% ab. Wird der Verkaufspreis noch mit 20% besteuert, dann bleiben anstatt 5€ Gewinn plötzlich nur noch 2€. Um nun den geplanten Gewinn von 5€ doch noch zu erhalten, müsste man den Artikel für rund 2€ eingekauft haben.
Natürlich würde die Rechnung in der Realität etwas anders aussehen, aber es dient hier als kleine Anschauung zum besseren Verständnis.

3. Angebot und Nachfrage des Artikels nicht kennen

Die Nachfrage und das Angebot eines Artikels den man verkaufen möchte nicht zu kennen ist sehr wichtig. Daran kann man nämlich beurteilen und einschätzen, ob sich der Kauf lohnt und wie lange man die Ware ungefähr im Lager haben wird.
Artikel welche keine Nachfrage haben, sind für uns Reseller uninteressant, da Sie unser Kapital auf unbestimmte Zeit binden. Wenn es ganz schlecht läuft, bleiben wir eventuell auf den Produkten sitzen und müssen diese unter dem beim Einkauf berechneten Verkaufspreis verkaufen.

Bei Ebay kann man unter „Verkauften Artikeln“ nachschauen, wie oft dieser Artikel verkauft wurde und in welchem Zeitraum.

4. Keine Hauptnische haben

Unserer Meinung nach ist es extrem wichtig eine Hauptnische zu haben in der man sich platziert. Das auswählen einer Nische ist nicht sehr einfach und ist oftmals mit sehr viel Recherche verbunden. Natürlich ist es möglich als Reseller alles mögliche zu verkaufen. Möchte man sich jedoch einen festen Kundenstamm aufbauen, welcher immer wieder bei einem kaufen soll, oder ein bestimmtes Klientel ansprechen möchte, macht eine Hauptnische sehr viel Sinn.

In einer Hauptnische tätig zu sein erleichtert oftmals auch den Einkauf von der Ware. Man weiß genau nach was man schauen sollte und kann somit gezielter Angebote in Läden, auf Flohmärkten oder im Internet suchen. Nach einer gewissen Zeit und Erfahrung kennt man grob die Preise der Artikel und weiß, ab welchem Einkaufspreis sich es lohnt das Produkt zu kaufen.
Dies fällt schwer, wenn man immer wieder verschiedene Artikel einkauft um diese dann eventuell teurer zu verkaufen.

Bedient man beispielsweise eine Nische mit vielen Sammlern, baut man sich schnell eine Stammkundschaft auf. Dadurch entstehen wertvolle Beziehungen mit Leuten, welche immer wieder bereit sind für Ihr Hobby Geld auszugeben.

5. Über seine Verhältnisse einkaufen

Das schlimmste was ein Reseller machen kann, ist über seine Verhältnisse einzukaufen. Kauft man immer so viel ein, dass man seine monatlichen Fixkosten nicht regelmäßig decken kann, so kommt es dazu, dass man seine Ware notgedrungen verkaufen muss. Oftmals werden die Sachen dann einfach so günstig versteigert, dass man entweder kaum Gewinn oder sogar Verlust macht.

Gezwungener Maßen Ware zu verkaufen weil man auf das Geld angewiesen ist, ist nie gut.

Man sollte sich einen Puffer setzen, unter den man nicht kommt. Wir machen es beispielsweise so, dass wir immer genügend Geld auf dem Geschäftskonto haben, damit wir zur Not 3 Monate alle Fixkosten decken können ohne einen Sale zu machen. Somit baut man sich ein kleines Polster auf, ähnlich wie ein „Notgroschen“.

6. Keine Rechtstexte und Registrierungen

Das A und O für jeden Verkäufer sind gesetzlich vorgeschriebene Rechtstexte sowie Registrierungen.

Rechtstexte: Rechtstexte wie ein Impressum, AGB, Datenschutzrichtlinien und Wiederrufsbelehrung sind gesetzlich vorgeschrieben und sollten bei jeder Verkaufsplattform hinterlegt werden.
Man kann sich diese entweder kostenlos generieren lassen oder bei Kanzleien wie der IT-Recht Kanzlei München, welche wir sehr empfehlen können, erstellen lassen.
Diese kosten euch nicht viel und schützen euch vor Abmahnungen von Mitbewerbern. Außerdem bieten Sie eine super Übersicht für Kunden.

Registrierungen: Registrierungen bei bestimmten Ämtern oder auf bestimmten Plattform sind genau so wichtig wie die Rechtstexte. Darunter fällt beispielsweise auch die normale Gewerbeanmeldung für sein Unternehmen.
Sich bei Registern wie dem Verpackungsregister oder der Berufsgenossenschaft anzumelden ist ebenfalls von hoher Bedeutung.
Zum Verpackungsgesetz haben wir auf unserer Instagram Seite ebenfalls einen Beitrag mit den wichtigsten Informationen veröffentlicht.

Viele Reseller beachten die Pflichten die mit der Selbstständigkeit auf sie zukommen nicht. Deshalb liegt uns dieser Punkt sehr am Herzen.

7. Keine Strategie

Eine klare Strategie mit Zielen, Plänen und To Do´s zu haben ist enorm wichtig. Hat man dies nicht, dann handelt man aus der Situation heraus und trifft oftmals Entscheidungen, welche nicht gut genug durchdacht sind.
Bevor man mit dem Resellen von Produkten anfängt, sollte man sich eine klare Nische raussuchen und einen Plan machen welche Produkte man verkaufen möchte. Anschließend sollte man sich ausreichend über die Produkte informieren, damit man sich ein grundlegendes Verständnis von seiner Nische erarbeiten kann.
Eigentlich sollte man alles was man vor hat ausreichend planen und alle Eventualitäten durchgehen.

8. Schlechter Kundensupport / Service

Der Kunde ist König. Das sollte uns allen klar sein. Daher ist es extrem wichtig dem Kunden die bestmögliche Erfahrung geben zu können.
Ein ausschlaggebender Punkt für wiederkehrende Käufer ist der Kundensupport und welchen Service er erhalten hat.
Erhält der Kunde die Ware bereits nach wenigen Tagen, so ist er zufrieden und kauft wahrscheinlicher wieder bei euch was ein, als wenn er 1 oder 2 Wochen auf die bestellten Artikel hätte warten müssen.
Wenn ein Kunde eine Frage zu einem Produkt oder ein Problem mit seiner Bestellung hat, solltet Ihr diesem so schnell wie möglich höflich und professionell antworten. Bei Ebay kann man einstellen, dass eine Nachricht gesendet wird, in der steht dass man sich so schnell wie möglich um sein Anliegen kümmert, sobald der Kunde eine Frage gestellt hat. Das macht einen positiven Eindruck beim Kunden.

Zum Kundensupport zählt auch das Beantworten von Fragen rund um seine Produkte (Material, Funktionen, usw.). Daher ist die Strategie und das Wissen in seiner Nische extrem wichtig.

Fazit: Das A und O ist ein guter Service mit kurzen Wartezeiten für den Kunden!

9. Emotional handeln

Man sollte unter allen Umständen vermeiden aus Emotionen zu handeln. Das gilt sowohl für den Einkauf, den Verkauf als auch den Kontakt zu Kunden.

Ein Einkauf aus Emotionen ist oftmals nicht genügend durchgeplant und man erhofft sich hohe Verkaufspreise ohne diese vorher richtig analysiert zu haben. Der Verkauf von Waren aus Panik oder Angst die Ware nicht rechtzeitig loszuwerden ist ebenfalls sehr fatal, da man so schnell unter dem Wert der Ware verkauft.

Man muss lernen ohne Emotionen zu handeln, da nur so Situationen objektiv betrachtet und angegangen werden können.

10. Versandkosten kennen

Bietet man die Option des kostenlosen Versands an, so muss man seine Versandkosten richtig kalkulieren und einplanen.
Diese gehen nämlich vom Verkaufspreis ab und mindern den Gewinn, wenn man die Versandkosten nicht richtig in den geplanten Verkaufspreis einberechnet.
Deshalb sollte man die Versandkosten genau berechnen und einplanen.

Published On: 23. Januar 2021Categories: Tipps & Tricks